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HP 3Par als erstes Storage bereit für VMware 6 Virtual Volumes!

Daniel Heggli
3PAR_2-5

Die Einführung von vSphere 6 steht vor der Tür und damit stehen im Bereich des Storage Handlings einige neue Möglichkeiten zur Verfügung.

Bis heute wird eigentlich ausschliesslich mit dem LUN basierten Ansatz gearbeitet, d.h. dem Hypervisor wird vom Storage eine LUN präsentiert, diese wird im Hypervisor eingebunden, mit dem VMFS Filesystem formatiert und darin werden für verschiedenste VMs die virtuellen Disks angelegt.

Nachteile der Architektur

Diese Architektur bringt jedoch einige Nachteile mit sich:

  • Es benötigt relativ viele Schritte
  • Der Storage und der vSphere Admin sind im Prozess involviert
  • Man stösst bei ESX an die Grenze von 256 LUNs
  • Sofern das Storage System nicht damit umgehen kann, wird relativ viel Diskplatz als Reserve provisioniert und auf dem Storage System belegt
  • Operationen wie Snapshots werden vom Hypervisor erstellt, obwohl dies eine Kernaufgabe des Storage Systems wäre
  • Eine LUN/ein VMFS beinhaltet meist VMs mit verschiedensten Anforderungen an die Disk

Ein neuer Ansatz basierend auf VM

Mit vSphere 6 rückt ein neuer Ansatz in den Mittelpunkt, nämlich der VM basierte Ansatz.

Hierzu muss auf dem Storage keine vorgängige Disk angelegt sein. Man legt beim Anlegen einer VM die gewünschten Parameter und Charakteristiken der Disks – wie die Grösse, Performance usw. – fest. Diese Parameter werden von vSphere über die VASA Schnittstelle an das Storage System weitergegeben, das anschliessend die entsprechenden VVOLs (Virtual Volume) erstellt. Dabei wird für jede VMDK Disk einer VM ein eigenes VVOL angelegt. Dies sind sogenannte Daten VVOLs. Darüber hinaus gibt es weitere VVOLs für Swap, Config, Memory usw. Der Storage Container bildet die übergeordnete Instanz, in welcher alle diese VVOLs untergebracht und verwaltet werden. Der VMFS Disk Layer entfällt in dieser Architektur.

Der Protocol Endpoint wird als logischer Zugriffspunkt für die Datenkommunikation zwischen dem Storage System und vSphere genutzt.

Mit diesem Ansatz können die oben aufgeführten Mängel des LUN basierten Ansatzes beseitigt werden. Es wird aber sicher neue Herausforderungen geben, da der vSphere Admin theoretisch volllaufen lassen kann.

HP 3PAR Storage System bereits ready

Zu guter Letzt ist mit Freude zu erwähnen, dass HP mit dem 3PAR Storage System als Referenz System, im FC Bereich in der Entwicklung dieses neuen Ansatzes ab der ersten Phase involviert war. HP ist ab der 3PAR OS Version 3.2.1 MU2 bereits ready für diese neue Herausforderung.

Eine Herausforderung dürfte in Zukunft für HP die Namenskonvention sein, da VMware und das HP 3PAR System von Virtual Volumes (VVOLs) sprechen, aber beide diesen Namen in ihrem eigenen Kontext verwenden.