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6 klare Zeichen eines überfälligen Website Redesigns für dein Unternehmen

Erik Munder
eine Frau plant auf einer Wand eine Webseite

Viele Unternehmen denken, ihre Website sei einfach nur eine Art moderne, interaktive Visitenkarte oder ihr öffentlich zugängliches Aushängeschild. Dabei wird leider ignoriert, dass eine Website einen darüber hinausgehenden Zweck und weitere Ziele erfüllen kann. Dafür braucht es natürlich ein entsprechendes Konzept, das konsequent und immer mit dem jeweiligen Ziel im Blick, umgesetzt und eingehalten wird. Das häufigste Ziel ist dabei, interessierte Besucher anzuziehen und möglichst in Leads oder auch gleich in Kunden zu konvertieren – je nach Art der Website. Viele Unternehmer haben das bisher noch gar nicht in ihre Überlegungen miteinbezogen, da ihnen schlichtweg nicht auffällt, welchen beschämenden Eindruck ihr Online-Auftritt in der Öffentlichkeit hinterlässt. Im Blogbeitrag „7 erstklassige Gründe für ein Website Redesign“ hatten wir das Thema schon einmal angeschnitten und gute Gründe für ein Redesign genannt. Dieser Blogbeitrag soll dir helfen, besser einschätzen zu können, wie es um deine eigene Unternehmensseite steht. Hier sind 6 klare Zeichen dafür, dass deine Website und deren Konzept dringend generalüberholt werden sollte.

1. Du musst für jede kleine Änderung deinen Webmaster bemühen

Inhalte einer Website anzupassen, ist heutzutage wirklich kein Hexenwerk mehr. Mit einem sogenannten Content Management System oder kurz CMS können (und sollten) auch „Normalsterbliche“ ohne HTML- oder CSS-Programmierkenntnisse in der Lage sein, eine vorhandene Seite anzupassen oder sogar neue Seiten zu erstellen. Wenn du deine Website gar nicht bearbeiten kannst, wäre es also sinnvoll, auf ein modernes CMS zu migrieren. Moderne CMS bieten ausserdem einige nützliche Funktionen, mit denen man den Bearbeitungsprozess vereinfachen, bei Bedarf einschränken und kontrollieren kann. Dazu gehören unterschiedlich mächtige Benutzerrollen, Drag’n’Drop-Editoren, die man je nach Rolle anpassen kann und bei denen man das Ergebnis sofort sieht (WYSIWYG) sowie praktische Erweiterungen mit denen sich spezifische Funktionen nachrüsten lassen.

2. SEO ist für dich ein Fremdwort

Früher bedeutete SEO alle gewünschten Keywords als Textblock irgendwo auf der Seite einzubauen. Heute geht es um Focus Keywords, H1-, H2- und H3-Titel, Meta-Descriptions und seit neuestem auch um Topics und Pillar Pages. Für Einsteiger klingt dies erstmal sehr kompliziert und aufwendig – trotzdem ist SEO eben keine rein technische Angelegenheit, wie sie von vielen noch verstanden wird. Daher sollten alle Marketing-Verantwortlichen wenigstens die Grundlagen verstanden haben, da dies beim Konzipieren von sämtlichen Online-Inhalten zu berücksichtigen ist. Auch bei der grundsätzlichen Website-Struktur also dem zugrunde liegenden Konzept und der Website-Zielsetzung sind SEO-Kenntnisse hilfreich. Für die tägliche Anwendung der inhaltlichen SEO-Massnahmen bieten moderne CMS Erweiterungen, sogenannte Plugins, die einem viel Arbeit abnehmen können. So lässt sich z.B. für jede Seite der aktuelle SEO-Zustand als Ampelfarbe anzeigen oder es werden sogar die SEO-relevanten Elemente einer Seite automatisiert vorausgefüllt. Mit einer Marketing-Automatisations-Software wie z.B. Hubspot lassen sich gar nicht erst Inhalte oder Seiten ohne SEO erstellen, da deren Konzept von vorne bis hinten daraufhin ausgelegt ist. Wer sich eingehender mit dem Thema SEO beschäftigen oder wenigstens verstehen möchte, wie Suchmaschinen überhaupt funktionieren, der sollte sich das SEO-Einführungs-eBook von Google selbst mal zu Gemüte führen.

3. Deine Seiten und Inhalte folgen keinem klaren Konzept

Viele Webseiten basieren auf veralteten Konzepten, die früher mal sinnvoll gewesen sein können. Man muss aber bedenken, dass sich mit dem Surfverhalten der Nutzer auch die Suchmaschinen weiterentwickelt haben. Diese verfolgen das Ziel, die relevantesten und qualitativ hochwertigsten Ergebnisse zu liefern. Wenn man das Thema SEO nur stiefmütterlich behandelt oder gar ignoriert, wird es immer schwieriger einen konstanten Strom an interessierten Besuchern zu generieren – man wird schlicht nicht mehr gefunden. Dabei lässt sich mit relativ wenig Aufwand schon viel erreichen und ein gutes vorhergehendes oder auch nachträgliches Inhaltskonzept für die Website ist schon die halbe Miete. Dieser Aufwand wird einmalig betrieben und stetig weiterentwickelt, generiert dafür aber kostenlosen „organischen“ Traffic von Besuchern, die nachweislich an dir und deinen Inhalten interessiert sind. Und das sind ja genau die Besucher, die man will.

4. Deine Kampagnen für bezahlten Traffic funktionieren nicht wirklich

Viele Unternehmen versuchen den geringen organischen Such-Traffic ihrer Website, durch teure Kampagnen für bezahlten Traffic (z.B. mit Adwords oder in Sozialen Medien) auszugleichen. Dies funktioniert aber nur mässig, wenn die Zielseite der Anzeigen eine Bleiwüste ist. Die Besuchenden, die auf die Anzeige klicken, werden auf eine Seite geleitet, die nicht erstellt wurde, um als Zielseite für Anzeigen zu dienen. Die Folge? Eine sehr hohe Absprungrate, da nicht sofort gefunden wird, was erwartet wurde oder einfach zuviel gefunden wird, das nichts mit der Anzeige zu tun hat. Dann kann man das Geld eigentlich auch gleich verbrennen. Nochmal: ein besseres Konzept und somit funktionierendes SEO für die Website kostet nur einmalig, sorgt aber für stetigen kostenlosen Traffic. Noch besser funktionieren explizite Landing Pages, zugeschnitten auf die jeweiligen Kampagnen, Zielgruppen und Zielsetzungen – und ohne überflüssige, unnötig ablenkende Inhalte. Sonst reagieren deine BesucherInnen so wie  in diesem Video von Google:

 

 

5. Deine Seite wurde noch mit Flash gebaut

Flash ist tot. Als das Internet noch etwas jünger war, kam man an Flash von Adobe nicht vorbei, wenn man Website-Besucher beeindrucken wollte. Auch für Multimedia-Inhalte musste man zwingend diverse Plugins installiert haben, allen voran den Flash Player. Doch einerseits war dieser permanent von Sicherheitslücken durchlöchert und musste daher im Akkord repariert werden. Andererseits lassen sich seit einiger Zeit alle Flash-Funktionen auch mit HTML5 und ohne zusätzliche Software verwirklichen. Das heisst, dass man Multimedia-Inhalte quasi einfach über den Quellcode der Website einbaut und sich diese dann vom Besucher schlicht mit dem Browser abspielen lassen. Auch Animationen lassen sich so erstellen – sehr interessant für Bannerwerbung z.B. mit Google Adwords. Mittlerweile werden ganze Smartphone-Apps auf Basis von HTML5 gebaut.

Nachdem Flash also obsolet geworden ist, Multimedia-Grössen wie Youtube ihre Infrastruktur auf HTML5 umgestellt und die meisten Browser-Entwickler alle Flash-Inhalte standardmässig erstmal blockieren, hat sich Adobe dazu durchgerungen, Flash offiziell zu begraben.

Wenn deine Seite also mit Flash erstellt wurde oder du noch zahlreiche Flash-Inhalte auf deiner Seite anbietest, wäre es nun wirklich allerhöchste Zeit, deine Website generalüberholen zu lassen. Wozu HTML5 in der Lage ist, und dass sich damit auch unterhaltsame Spiele basteln lassen, kann man sich übrigens hier ansehen.

6. Deine Seite wirkt einfach wie aus den 90ern

Tut mir leid dir das sagen zu müssen, aber wenn deine Seite aussieht, als wurde sie vor 30 Jahren erstellt, vergeht mir persönlich und wahrscheinlich auch den meisten BesucherInnen ganz schnell die Lust am Besuch. Heutzutage hat, angesichts der technischen Möglichkeiten, gar kein Unternehmen, egal welcher Grösse, mehr Ausreden für eine furchtbare Website. Natürlich ist ein Website Redesign ein Prozess der erst einmal angestossen, geplant und dann auch bezahlt werden muss. Wenn das zugrundeliegende Konzept vor einigen Jahren hervorragend funktioniert hat, ist auch eine niedrige Priorität nachvollziehbar. Wenn aber viel Geld in die Kompensation der genannten Probleme fliesst, weil das Konzept mittlerweile zehn Jahre alt ist, dann ist es auch finanziell schlicht sinnvoll und an der Zeit.

Man kann allerdings in Ausnahmefällen auch mit … sagen wir mal … ästhetisch-herausforderndem Layout Erfolg haben – wenn man es nur exzessiv genug macht und sich dadurch von der Masse abhebt.  😉

Fazit

Eine optimale Website ist heutzutage einfach das A und O für ein Unternehmen, sowohl um für Suchanfragen potenzieller KundInnen gut sichtbar und danach auch übersichtlich zu sein, aber eben auch als Ziel bzw. Grundlage für Werbekampagnen und Social Media Beiträge. Wenn also nur eines der genannten 6 Zeichen auf deine Unternehmensseite zutrifft, solltest du wirklich ein neues Konzept und Redesign in Erwägung ziehen. Als Unterstützung haben wir für dich eine kleine Checkliste erstellt, die du dir hier einfach kostenlos herunterladen kannst.


10 Schritte für dein nächstes Website Redesign