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IT-Infrastruktur-Ausfall – Wenn’s mal länger dauert …

Timo Herzog
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Seit kurzem beschäftige ich mich infolge meines berufsbegleitenden Studiums an der Hochschule Luzern – Informatik mit meiner Bachelorarbeit. In meiner Arbeit geht es um die Entwicklung eines Site Recovery Services für Leuchter. Wie es nun mal so ist, stösst man während seiner Recherchen auf viele interessante Inhalte. Einige davon möchte ich im Rahmen dieses Blogbeitrags mit Ihnen teilen.

Ausserdem wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir mit der Teilnahme an einer kurzen Umfrage helfen würden, einen Einblick in Ihr Unternehmen und den Umgang mit IT-Infrastruktur-Ausfällen zu erhalten. (Direkt zur Umfrage)

Site-Recovery - Collage 4 Fälle

Finanzieller Schaden durch IT-Infrastruktur-Ausfall

Es ist längt bekannt, dass keine IT-Infrastruktur 100% Verfügbarkeit garantieren kann. Ein Netzwerkausfall, Überauslastung, menschliches Versagen, Software-Fehler, Hardware-Fehler oder der Ausfall eines Drittanbieters sind in gegebener Reihenfolge gemäss einer Umfrage die häufigsten Ursachen von einem IT-Ausfall. Im Umkehrschluss dazu bedeutet dies, dass jedes Unternehmen vom nächsten IT-Infrastruktur-Ausfall betroffen sein könnte. Gemäss den Recherchen von Gartner bedeutet ein Ausfall von einer Stunde im Durchschnitt 336’000$Schaden für das Unternehmen. Im KMU Bereich liegen diese Kosten deutlich geringer, aber sie sind nach wie vor nicht zu unterschätzen. So belaufen sich die geschätzten Kosten von einem Ausfall bei Unternehmen mit 10 bis 99 Mitarbeitenden auf durchschnittlich 10’790$ pro Stunde. Was nun jedoch, wenn der Ausfall nicht nur Minuten oder Stunden dauert?

Wenn es mal länger dauert …

Beispielsweise führt eine Ransomware Attacke gemäss einer Analyse eines Incident Response Plattform Betreibers im Durchschnitt zu einem Ausfall von 16.2 Tagen. Der finanzielle Schaden wie auch ein allfälliger Datenverlust können schnell existenzbedrohend werden. Auch Naturkatastrophen können die IT-Infrastruktur eines Unternehmens für mehrere Tage lahmlegen. Gemäss der Federal Emergency and Management Agency (FEMA) ist so ein Ereignis für 40-60% der Kleinunternehmen existenzbedrohend. Die Zahl steigt sogar auf 90%, falls der Ausfall länger als fünf Tage dauert. Derzeit habe ich leider noch keine vergleichbaren Statistiken aus der Schweiz gefunden.

Prävention vor längerfristigen Ausfällen der IT-Infrastruktur

Deshalb werden von dem Unternehmen Business Continuity Management (BCM) Strategien erarbeitet. Diese sollen sicherstellen, dass geschäftskritische Funktionen während und nach einem katastrophalen Ereignis weitergeführt werden können. Unternehmen, die es sich leisten können, bauen ihre IT-Infrastruktur redundant oder sogar mehrfach redundant. Die verschiedenen Rechenzentren werden an unterschiedlichen Standorten betrieben, damit eine sogenannte Georedundanz erreicht werden kann. So kann in einem Notfall im primären Rechenzentrum einfach der Service durch das sekundäre Rechenzentrum übernommen werden. Diese Disaster Recovery Strategie ist aufgrund der doppelten IT-Infrastruktur jedoch sehr kostspielig. Anstatt selbst eine kostspielige redundante IT-Infrastruktur zu betreiben, migrieren viele Unternehmen ihre Server stattdessen zu einem CLOUD Computing Provider wie Microsoft Azure oder der Leuchter CLOUD. «Mithilfe von Cloud Computing werden Datensicherung, Notfallwiederherstellung und Geschäftskontinuität vereinfacht und die zugehörigen Kosten gesenkt, da Daten an mehreren redundanten Standorten im Netzwerk des Cloudanbieters gespiegelt werden können.» Die Unternehmen kommen somit in den Genuss von redundanten Rechenzentren, ohne diese selbst zu besitzen und zu betreiben. 

Hälfte der Unternehmen setzt nach wie vor auf On Premises

Trotz CLOUD Trend setzen nach wie vor viele Unternehmen auch heute noch darauf, die IT-Infrastruktur im eigenen Datacenter oder Serverraum zu betreiben. Gemäss einer Umfrage von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 250 Millionen Franken aus dem Jahr 2018 setzen 47.7% der befragten Schweizer Unternehmen auf On Premises Technologien. Dieser Wert deckt sich auch ungefähr mit meiner Wahrnehmung, dass nach wie vor rund die Hälfte der Unternehmen auf On Premises Technologien setzt. Es ist nicht genauer bekannt, wie viele dieser Unternehmen georedundante Rechenzentren haben. Die Annahme ist jedoch, dass im KMU Umfeld wenige Unternehmen solche Investitionen tätigen.

Disaster Recovery Planing (DRP)

Doch auf welcher IT-Infrastruktur kann das Disaster Recovery zeitnahe durchgeführt werden, wenn genau das eine Rechenzentrum durch höhere Gewalt Ransomeware oder anderen Ursachen längerfristig nicht mehr zur Verfügung steht? Mit dem BCM eng verbunden ist das Disaster Recovery (DR). Es ist das reaktive Element, welches nach einem Totalausfall initiiert wird, um den Betrieb wieder aufnehmen zu können. Die Unternehmen benötigen im Katastrophenfall ein DRP, das auch während eines solchen Ereignisses eine rasche Wiederinbetriebnahme an einem anderen Standort oder etwa in der CLOUD ermöglicht. Man spricht in diesem Fall von einem sogenannten Site Recovery. Während meiner Bachelorarbeit werde ich verschiedene Möglichkeiten prüfen, um in Zukunft einen Site Recovery Service anbieten zu können. Dieser könnte beispielsweise mittels Azure Site Recovery realisiert werden.

Lösung – Azure Site Recovery

 

 

Vorteile durch Azure Site Recovery:

  • Ganz einfach bereitstellen und verwalten
  • Infrastrukturkosten senken
  • Minimale Ausfallzeiten und zuverlässige Wiederherstellung

Fazit

Mein Eindruck ist, dass viele KMU nach wie vor kein BCM und DRP haben und noch weniger Unternehmen setzen auf irgendeine Form von zuverlässigen Site Recovery Lösungen. Wenn man sich auf die Statistik der FEMA verlässt, wäre ein längerfristiger Ausfall jener Umgebungen rasch existenzbedrohend. In naher Zukunft möchten wir diesem Problem mithilfe von einem Disaster-Recovery-as-a-Service entgegenwirken.

Umfrage mit Verlosung

Helfen Sie mir bei meiner Bachelorarbeit und der Serviceentwicklung mit einigen Einblicken in Ihr Unternehmen, indem Sie an der Umfrage teilnehmen. Die Umfrage sollte nicht mehr als vier Minuten in Anspruch nehmen. Mit der Teilnahme haben Sie auch die Möglichkeit, an der Verlosung teil zu nehmen.

Preise

Lassen Sie sich überraschen!

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.