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NFC-Technologie löst Kontrolluhren in der Sicherheitsbranche ab

Leuchter IT Solutions
NFC Technologie

Die Sicherheitsbranche verwendet heute zum Nachweis ihrer Tätigkeit (Kontrollrunde/Überwachung) sogenannte Kontrolluhren. Dies sind proprietäre Lesegeräte, welche eine am Kontrollpunkt platzierte Marke ablesen. Die Daten werden offline erfasst und in Protokolldateien nach der Kontrollrunde ausgelesen. Eine Weiterverarbeitung der Daten ist nicht möglich und passiert manuell. Der Kernprozess ist also nicht nahtlos integriert und weist Medienbrüche und zeitliche Versetzungen auf.

Auch im Sicherheitsbereich setzt sich daher NFC immer mehr durch. NFC steht für «Near Field Communication» (Nahfeldkommunikation), die in einer Distanz von wenigen Zentimetern eine gesicherte Datenübertragung auf einer Frequenz von 13,56 MHz ermöglicht. NFC stammt aus dem Jahr 2002 und wurde von der ehemaligen Philips-Tochter NXP und Sony entwickelt. Es handelt sich hier um eine auf RFID basierende Technologie gemäss ISO 14443a. Diese somit schon sehr etablierte und bewährte Technik wird immer mehr für betriebliche, Smartphone-gesteuerte Anwendungen wie die Kontrollpunktüberwachung, Personenidentifikation, Zutrittskontrolle (ZK) und Zeiterfassung genutzt.

NFC Technologie

Wichtigster Unterschied ist, dass mit NFC-Chips enorm viel Zeit bei der Datenerfassung von Kontrollrunden eingespart werden kann. Während bei Kontrolluhren nach einem Kontrollgang eines Sicherheitsdienstleisters alle Daten vom Gerät aufwendig mit einer Interpretationssoftware heruntergeladen und ausgewertet werden müssen, werden bei der NFC-Lesung die Daten unmittelbar auf den Server geladen. So kann zusätzlich der Verlauf der Kontrollrunde des Mitarbeiters in Echtzeit nachvollzogen werden.

Das Smartphone – günstiger, flexibler und multifunktional einsetzbar

NFC SmartphoneMit PIT, der Standardsoftware der Leuchter Tracking Software Solutions AG, werden im Vorfeld die Kontrollpunkte so konfiguriert, dass ein durchlaufender Prozess garantiert ist. Damit meinen wir, dass Daten aus NFC-Lesungen sauber aufgenommen werden und als Beweis von ausgeführten Aufgaben von der Einsatzüberwachung über das Controlling bis ins Rechnungswesen einfliessen können. PIT ermöglicht zudem eine Aufnahme der Daten in Räumen, in denen kein Empfang gewährleistet ist. Sobald eine Verbindung besteht, werden die Daten wieder automatisch auf dem Server abgelegt.

Im Vergleich zu bestehenden Kontrolluhren im Sicherheitssektor ist die Störungsanfälligkeit der Smartphones bekanntlich sehr gering. Auch auf aufwendige Reparaturen kann verzichtet werden. Im Falle eines Defekts wird das Smartphone einfach ausgetauscht. Für erhöhte Anforderungen in den Bereichen Schlagfestigkeit, Wasser- und Staubdichtheit, Temperatur etc. sind ebenfalls Standard-Smartphones auf dem Markt erhältlich. Ebenso gibt es spezielle Lösungen, die das Smartphone vor Umwelteinflüssen schützen können. Generell ist die Anschaffung der Smartphones weitaus günstiger als die der Kontrolluhren. Zudem kann das Smartphone für weitere Aktivitäten wie Fotografieren (Beweisaufnahme, Personenkontrolle etc.), Telefonieren und natürlich elektronisches Kommunizieren (Chat, SMS, E-Mail, etc.) verwendet werden.

Papierlose Kontrollrunde

Mit dem Smartphone und der PIT-App kann der Mitarbeiter die Kontrollpunkte direkt auf dem Handy ablesen. Früher wurde der Mitarbeiter bei Arbeitsantritt mit einer separaten Liste ausgestattet. Der Arbeitsbeginn muss nicht mehr im Unternehmen erfolgen, sondern kann direkt am Einsatzort beginnen. Bei Arbeitsantritt oder während des Einsatzes können dem Mitarbeiter Aufgaben oder Instruktionen pro Objekt oder pro Kontrollpunkt gesendet werden. Checklisten und Anweisungen, welche vor einer Weiterarbeit quittiert werden müssen, stellen Qualität und Compliance sicher. Weiter ermöglicht PIT ein arbeitsrechtlich sauberes Pausenbeginn- und -ende-Management und entlastet so Mitarbeiter und Auftraggeber.

Ereignismanagement

Wird der Kontrollpunkt via NFC gescannt, gibt der Mitarbeiter den «Zustand des Kontrollpunktes» (z.B. offenes Fenster) ein. Im Normalfall ist dieser natürlich i.O. Je nach Case kann z.B. «Fenster offen» – Aktion «Fenster geschlossen» oder «Fenster eingeschlagen» – Aktion «alarmiert» eingegeben werden. Je nach Aktion werden vorgegebene Prozeduren ausgelöst. Dies kann automatisch oder durch den Mitarbeiter erfolgen. Alle notwendigen Meldeadressen bei einer Aktion (Stellvertreter, Ausnahmemanagementregeln, Kunde etc.) sind bereits vorhanden.

Die Einsatzzentrale kann im PIT-Webclient alle Prozesse online verfolgen und eingreifen. Je nach Freigabe kann auch der Kunde die Überwachung in Echtzeit mittels eingeschränkt freigegebenen Zugangs verfolgen.

Geolokalisation

PIT zeichnet auf, wo sich das Smartphone und sein Besitzer befinden. Die Daten sind selbstverständlich gesichert und verschlüsselt. Das ermöglicht das Auffinden eines verloren gegangenen Gerätes, eines verschollenen Mitarbeiters oder die Rekonstruierung des Fahrtweges von einem Objekt zum anderen. Eine Erweiterung mit einer sogenannten Alleinarbeiterschutzfunktion («Totmann») ist möglich, wenn ein Mitarbeiter alleine arbeitet und einem Risiko ausgesetzt ist. Mit dieser Funktion kann nach Eintreten von Ereignissen (z.B. keine Interaktion des Mitarbeiters während 5 Minuten) die Einsatz- oder Alarmzentrale automatisch avisiert werden.

Personenkontrolle via Smartphone

Trifft der Mitarbeiter in einem Objekt auf eine Person, so kann eine Personenkontrolle mit der Aufnahme der Personendaten direkt im Objekt vorgenommen werden. Dabei können Passdaten, Unterschrift und Foto direkt übermittelt werden.

Statistiken

Da alle Daten elektronisch erfasst werden, können umfangreiche Statistiken über praktisch alle Daten erstellt werden. Somit kann beispielsweise dem Kunden eine Auswertung vorgelegt werden, wie viele Fenster und Türen innerhalb eines Jahres geschlossen wurden oder wie viele Eskalationen ausgelöst werden mussten. Die Dauer der Kontrollrunde kann weiterhin beispielsweise durch die Auswertung der statistischen Zeitangaben erfolgen.

Kontrolluhr steht vor dem Aus

Die Ablösung von Kontrolluhren durch NFC-fähige Smartphones (Android und Windows) ist in vollem Gange. Vorteile Letzterer sind die Mobilität, die vielfältige Einsetzbarkeit und die Ortsunabhängigkeit. Besonders bei der Weiterleitung von flexiblen Informationen während des Arbeitseinsatzes ist das Smartphone mit PIT unschlagbar. Eine spontane Zusatzkontrolle eines Ortes auf einem regulären Kontrollgans ist mit der Kontrolluhr absolut nicht kommunizierbar. Die Tage der Kontrolluhr in der Sicherheitsbranche sind also gezählt.